Natron Deo – einfach selbst machen (Update!)

Achtung: Die Ergänzung ist weiter unten, nach meinem 1. Experiment

Meine „Deo-Laufbahn“ begann mit den üblichen (wenn auch meist bio-) Produkten: Stick, Spray, Stein.
Da ich aber immer auf der Suche nach der Einfachsten aller Lösungen bin, wurde ich auf Kaiser Natron aufmerksam 🙂
Das gibt´s schon seit über 100 Jahren und ich bedauere ein wenig, dass ich erst vor ein paar Jahren „drauf“ gekommen bin. Es ist nun eins meiner beliebtesten Allroundmittel, die ich immer im Haus habe. Aber hier möchte ich mal nur auf eine Möglichkeit aufmerksam machen. Nämlich: Sich für wenig Geld in Nullkommanix ein Deo zu „zaubern“.

Natron Deo-Spray Es besteht nur aus einer guten Prise Kaiser Natron (Pulver) und klarem Wasser. Man kann es als Deo nehmen, oder alles besprühen was nur ansatzweise „müffelt“ – also auch Klamotten. Damit „strecke“ ich die Phase zwischen den Waschgängen und spare dadurch viel Zeit, Geld und Ressourcen, die ich lieber in mich selbst investiere 🙂

So gehts:
Ich gebe ungefähr 1/2 Teelöffel Kaiser Natron in einen 75 ml Zerstäuber (von einem verbrauchten Deo), und fülle ihn mit Leitungswasser auf. Wir wohnen hier in der Nähe der Quelle und bekommen wunderschönes Wasser. Wem das nicht geheuer ist, was da aus der eigenen Leitung kommt: Einfach zuerst abkochen und abkühlen lassen, bevor das Natron eingerührt wird.

Ich muß gestehen, dass ich es nur zusammenkippe und gut durchschüttele (auch vor dem Gebrauch schüttele ich es nochmal kurz). Neulich habe ich gelesen, dass es besser gerührt werden sollte.

Wer stattdessen lieber Backpulver nehmen möchte, sollte auf die Qualität achten. Ich rate in dem Fall zu Bio! Denn in den üblichen Backpulvern aus dem Supermarkt sind noch Zusätze enthalten, die ich nicht unbedingt auf meiner Haut haben möchte.
Kaiser Natron ist ebenfalls nicht teuer, und leicht zu bekommen (notfalls in der Apotheke).

Wichtig ist auch…
dass die Lösung nicht zu gesättigt ist – also nicht zu viel Pulver reingeben, denn auch hier gilt: Weniger ist mehr!
Wenn nämlich zu viel Natron im Wasser ist geht der Effekt nach hinten los: Es kann dann nach dem Auftrocknen des Sprays etwas „fischig“ riechen. Das ist so meine Erfahrung…

Tipp:
Dieses Deo habe ich absichtlich duftneutral gehalten, um mehr Optionen zu haben. So kann ich jedes Mal wählen, ob ich anschließend noch einen Hauch meines Lieblings-Eau de Toilette drüberlege, oder nicht. Das hängt immer von meiner Stimmung ab. Auf jeden Fall kann ich nun aus jahrelanger Erfahrung sagen, dass es ohne Duft genauso „sicher“ ist wie mit (>dazu gleich mehr). Und zwar hält es den ganzen Tag – auch wenn es mal heiß her geht. Wie lange und zuverlässig es wirkt, hängt natürlich von vielen Faktoren ab und kann individuell unterschiedlich sein.


Deo Roll-On mit Natron auf Salbei-Kokos-BasisMein 1. Experiment: Deo Roll-On mit Natron (auf Kokoscreme-Basis)

Neulich wollte ich mal wissen, wie andere Menschen sich ihr Deo machen. Dabei wurde ich auf die Idee gebracht, ein Deo Roll-On zu kreieren. Eine leere Roller-Flasche hatte ich noch, und dann habe ich einfach meine Intuiton ins Spiel gebracht und fröhlich zusammengemixt, was sich grade fand:

  • Salbei erschien mir durchaus angemessen und so habe ich einen Tee-Beutel direkt in der Flasche mit etwas kochendem Wasser übergossen. Ziemlich sofort auch wieder rausgezogen, und anschließend so viel
  • Kokoscreme reingeraspelt, bis das Glas 3/4 voll war.
  • Natron nach Gefühl (~ 1 gehäufter Teelöffel)

Das mit der Kokoscreme war zu früh! Nächstes Mal würde ich sie erst NACH dem Natron in die Mischung geben. Denn jetzt hatte ich das Problem, dass das Natron sich nicht richtig auflösen wollte. Ich habe gerührt und geschüttelt was das Zeug hält, aber es blieben immer noch winzige Klümpchen übrig. Wenn das Natron vorher in dem abgekühlten Salbeitee aufgelöst worden wäääre, wäre dieses Problem sicher nicht entstanden.

Die Duftnote kreieren…

Mit dem Duft war ich noch nicht einverstanden (der Salbei überlagerte den feinen Kokosduft zu stark und roch in dieser Kombination wenig attraktiv)! Also habe ich von meinen besten ätherischen Ölen etwas dazu gegeben (keine Duftlampenöle, sondern hautverträgliche), bis ich zufrieden war. Nun habe ich einen Deo-Roller mit einem herb-würzigen, leicht orientalisch angehauchten Duft. Seine „Feuertaufe“ hat er in den letzten heißen Tagen mit Bravour bestanden. Er hielt rund um die Uhr – länger als ich es ihm zugetraut hätte. Alles in Allem eine tolle Sache, aber ich persönlich werde wohl beim duftneutralen Spray bleiben. Es ist einfacher zu handhaben, vielseitiger einsetzbar (kann auch auf die Kleidung oder andere Textilien gesprüht werden) und ist unschlagbar schnell, einfach und preiswert in der Herstellung.

Das Etikett für mein „geheimes“ Label AjanasFinest zu gestalten hat mir am meisten Freude gemacht! Denn hier drängte sich ein Aquarell meines Vaters auf, der dieses Jahr 91 geworden wäre. Er hätte sich bestimmt gefreut über diesen originellen Einsatz 🙂
Für den feinen, matten Goldrand am Deckel fand ich noch eine Schokoladen-Verpackung im Altpapier. Jaja, diese Detailverliebtheit… ich weiß … das muß ja alles gar nicht sein. Aber für mich ist das ein MUST. Schönes Design macht glücklich, hab ich irgendwo gelesen  –  für mich stimmt das. Absolut !!! 🙂

P.S. Nach ein 8 Tagen ist diese Mischung hinüber gewesen („explodiert“), weil ich sie nicht in den Kühlschrank stellen konnte. Denn die Kokoscreme wurde zu fest und mußte erst wieder warm werden, um durch die Kugel „schlüpfen“ zu können. Darum ließ ich ihn bei Zimmertemperatur stehen. Aber die Kokoscreme scheint dabei einen weg bekommen zu haben, vielleicht eine Säure gebildet. Ich weiß es nicht. Jedenfalls empfehle ich dieses Rezept nicht für einen Roll-On. Vielleicht eignet es sich aber genau aus diesem Grund ganz prima für einen Stick?!? Wenn der im Kühlschrank lagert und dadurch seine Festigkeit ohne extra Zusätze erhält – das wäre doch total genial!?! Da ich aber keine Hülle zur Hand habe, werde ich das jetzt nicht weiter testen.



Deo Roll-On mit Bodylotion und NatronMein
2. Experiment: Deo Roll-On mit fertiger Bodylotion und Natron (That´s IT!)
Ergänzung zum 1. Experiment

Dass mir die Masse vom 1. Roller so schnell verdorben war, kam mir irgendwie gelegen. Denn ich wollte noch eine andere Variante ausprobieren, habe aber nur diesen einen Roller. Und so kam es, dass ich schneller als gedacht mein 2. Experiment starten konnte. Ich hatte noch einen Rest mit Vanille-Bodylotion, der sich für diesen Einsatz ganz prima eignet. Schnell umgefüllt, dann ca. 1,5 TL Kaiser Natron reingerührt und fertig. Die Konsistenz ist genau richtig, damit die Kugel sich schön dreht, und nun bin ich mal gespannt was passiert 😉 Es wirkt auf der Haut etwas „sandig“, aber vielleicht löst sich das noch in Wohlgefallen auf. Zumindest empfinde ich es nicht als störend, und es fällt auch nichts direkt ab oder muß auch nicht abgewischt werden. Das ist schon mal gut, denn ich mag nicht so viel Herumgetüdel haben.
Die Idee mit der Bodylotion und dem Natron hatte ich schon länger, aber dann habe ich nochmal etwas herumgeforscht. Und siehe da: Es gibt offenbar schon sehr viele Menschen, die mit dieser Methode gut klar kommen. Das beruhigt mich und wenn es irgendwelche Neuigkeiten gibt – egal welcher Art –  lasse ich es Euch wissen!

Aber am besten finde ich immer noch die Natron-Wasser-Lösung zum Sprühen.


Kaiser Natron - PulverLast but not least: Natron Pulver kann – für sich genommen – ebenfalls enorm viel ausrichten! Z.B. in die Schuhe gestreut hilft es Feuchtigkeit aufzusaugen und Gerüche zu binden. Und wie man es in der Küche einsetzen kann oder beim Putzen etc… das würde hier den Rahmen sprengen. Da lohnt sich ein längerer Blick auf die Webseite des Herstellers. Das „Kaiser-Natron-ABC“ – ein kleines Heftchen (köstlich „retro“ illustriert), liegt aber auch bei – zumindest der großen Packung.
Ich habe mir das Pulver in einen alten Gewürzstreuer umgefüllt, was die Handhabung kinderleicht macht.

Lust bekommen, es mal selbst auszuprobieren? 🙂

Damit bin ich am Ende meiner Vorstellung der „Phantastischen 3“ und sage Danke für´s geduldige Zuhören!

Nachtrag 5.11.14: Weiteren Erfahrungen mit Natron zur Körperpflege jetzt in meinem neuen Blog, der sich rund um den Körper dreht http://bellawonderful.wordpress.com/

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5 Kommentare zu “Natron Deo – einfach selbst machen (Update!)

  1. Ajana sagt:

    Es geht noch weiter:

    Natron-Spray = gegen Modergeruch -> perfekt!

    Ergänzend noch eine weitere Erfahrung mit Natron-Spray, die ich vor kurzem machen durfte: Es hilft ganz vorzüglich bei Modergeruch in Textilien, solange er noch nicht zu alt ist. Am besten klappt es mit Naturfasern. Manchmal sind auch mehrere Durchgänge mit Besprühen notwendig, und immer ist auch wichtig: Luft dran lassen! 

    Auf die Weise mußte ich jetzt nicht gleich in Riesen-Aktionismus verfallen und eine Wäsche nach der anderen machen. Sondern ich kann mir das so einteilen, dass ich gut damit leben kann.

    Der Anlass, weshalb ich das herausbekam, war nicht grade erquicklich, denn die Bettwäsche in den Schubladen unter meinem Bett wurde stockig! Sowas kannte ich bislang noch nicht. Das lag daran, dass die Luftfeuchtigkeit bei uns im Tal während der Sommermonate in diesem Jahr extrem hoch war. Allein durch das Lüften kam nun die Feuchtigkeit von draussen herein und setzte sich an der kühlsten Stelle auf dem Boden ab. Da ja die Heizung nicht lief, und die Rohre an der Wand nicht warm waren, konnte die Luft nicht trocknen.

    Jetzt sind die Schubladen zu praktischen Sideboards aufgestiegen, bzw. eine ist zum Schuhregal umfunktioniert. Gegen Rest-Modergeruch aus dem Holz habe ich kleine Behälter mit Natronpulver direkt dort hineingestellt 🙂

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  2. Ajana sagt:

    Wäre mein Deo Roll-On ein Auto würde ich jetzt einen Rückruf starten müssen! Ich denke, nein ich hoffe, niemand hat es bisher nachgemacht – oder? Überraschenderweise (oder hätte ich es wissen müssen?) ist es heute Abend explodiert! Nein, nicht ganz so dramatisch… aber die Kugel hat sich mit einem deutlichen Plöpp nach oben herausbugsiert. Allein!

    Und ein Teil der Deomasse klebte auch oben, irgendwie fester geworden. Unten im Glas war aber alles noch flüssig. Es roch auch wie immer, nichts verdächtiges, vielleicht säuerliches. Denn von Backpulver und Essig weiß ich, dass es eine ziemlich beeindruckende Sprengkraft besitzt (als „Abflussfrei“ schon erfolgreich getestet.) Aber hier war keine Spur von Essig oder anderer Säure drin und ich frage mich nun: Was in der Mischung reagiert so miteinander, erst einige Tage später?

    Ist die Kokoscreme etwa unbemerkt vergoren? Jetzt darf lachen wer will :-)))

    Bitte dieses Rezept NICHT oder – wie immer – nur auf eigene Gefahr ausprobieren. Ich habe noch eine Alternative in Petto, die ungefährlich ist. Bald dazu mehr.

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    • Ajana sagt:

      So, jetzt habe ich den Text oben noch ergänzt (2. Experiment). Bitte vor dem Ausprobieren lesen, damit nix ins Auge geht 😉

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      • Ajana sagt:

        Jetzt muß ich mal über meine Erfahrungen der letzten Wochen berichten: Obwohl das Natrondeo auf Bodylotion-Basis anfangs einen sehr guten Eindruck machte, bin ich davon jetzt gar nicht mehr so angetan. Meine Lotion ist einfach zu fettig und hat unschöne Flecken auf dem Stoff produziert. Man müßte also zunächst Armpads einbauen, um das zu verhindern (die lassen sich sehr einfach selbst nähen).

        Zum Anderen – ich weiß nicht, ob das an meiner aktuell geschwächten Konstitution liegt oder an dem Natron-Deo-Roller?- bekam ich zu allem Überfluss noch rote Flecken unterm Arm. Vielleicht ist es ungünstig, wenn die Natronkörnchen unaufgelöst in der Lotion auf der Haut herumscheuern? – Um mich davon wieder zu erholen, habe ich eine Woche lang nur noch Babypuder genommen, was wider Erwarten ausgezeichnet funktioniert. Grade wenn es so heiß ist, ist die aufsaugende Wirkung sehr willkommen. Ich wußte vorher gar nicht wie gut das geht… tja, manchmal sind in Dingen, die schief gehen eben auch interessante Geschenke enthalten 🙂

        Ansonsten greife ich wieder zurück auf mein ganz neutrales Natron-Deo-Spray auf reiner Wasserbasis und sonst nix.

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    • Ajana sagt:

      Haha, vonwegen keine Spur anderer Säure 😉 Mittlerweile weiß ich mehr: In unbehandelter Kokoscreme sind sehr wohl Säuren, wie z.B. die Laurinsäure – welche mit anderen enthaltenen Säuren dazu beiträgt, dass das Öl Pilze, Viren und anderes Zeug eliminiert, welches man nicht im Körper haben will 🙂

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